Verein Trzewia

Aus dem Körper gibt es kein Entkommen.From the body, there is no escape.

Hast du den Mumm herauszufinden, was dich bewegt?Do you have the guts to find out what moves you?

trzewia poln., Pl.Polish, pl. — die Eingeweide.the viscera.

Über unsAbout us

Trzewia ist ein internationales Kollektiv mit Sitz in Basel. Uns interessieren neue Formen des Erzählens und Performances, die die traditionelle Rolle des Publikums hinterfragen und unterlaufen.

Wir nehmen dir den neutralen Komfort einer Aufführung, die dich an der Hand führt. Du musst sie selbst enthüllen, auf eigenes Risiko, mit Ergebnissen, die dir gehören.

Die Form, die wir entwickeln, ist ein Experiment zwischen (Musik-)Theater und Videospiel. Dein Körper betritt den Raum zwischen Wirklichkeit und Fiktion, zwischen physischem Raum und virtuellem Bild. Auf dieser Grenze zu balancieren ist der Weg, die Wahrheit von der vereinheitlichten Erzählung zu trennen.

Wir holen das Interessanteste aus neuen digitalen Technologien in unsere eigene künstlerische Form. Vor allem nutzen wir die Rechenkraft neuronaler Netze in Echtzeit, verbunden mit einem eigenen Ansatz für Augmented Reality.

Trzewia is an international collective based in Basel. We are interested in innovative ways of telling stories, and in performance that questions and subverts the traditional role of the audience.

We take away the neutral comfort of a performance that takes you by the hand. You have to unveil it yourself, at your own risk, with outcomes that you own.

The form we are developing is an experiment between (musical) theatre and video game. Your body enters the space between reality and fiction, between the physical room and the virtual image. Balancing on that line is how you may separate the truth from the homogenized narrative.

We bring what is most interesting in new digital technologies into our unique artistic form. Above all we use the power of real-time neural network computing, combined with an original approach to augmented reality.

ProjekteProjects

General Anesthesia

Format
Interaktive Performance, Mixed-Reality-Installation
Interactive performance, mixed-reality installation
Stand
Status
Research & Proof of Concept, 2026
Research & proof of concept, 2026
Ort
Place
Basel

Eine Narkose ist ein Medikament, das einen einschlafen lässt. Man akzeptiert, was die medizinische Erzählung verlangt. General Anesthesia fragt, was passiert, wenn man wach bleibt.

Es geht um Entscheidungen über den eigenen Körper, getroffen aus Angst und ohne zu wissen, wie es ausgeht. Um Kontrollverlust, um Vertrauen, um ein System, das nicht zuhört. Und darum, sich das eigene Begehren zurückzuholen.

Anesthesia is a drug that puts you to sleep. You accept whatever the medical narrative demands. General Anesthesia asks what happens if you stay awake.

It is about decisions over your own body, made in fear and without knowing the outcome. About losing control, about trust, about a system that doesn’t listen. And about reclaiming your own desire.

FragenQuestions

  • Wo bin ich nur ein nackter, zerbrechlicher Körper?
  • Wo habe ich keine Wahl?
  • Wo ist die Erklärung?
  • Was ist die Rolle der Medizin?
  • Was ist Heilung?
  • Where am I simply a naked, fragile body?
  • Where do I have no choice?
  • Where is the explanation?
  • What is the role of medicine?
  • What is healing?

Wie es funktioniertHow it works

Eine Person spielt. Sie betritt einen weissen Raum mit einfachen Blöcken aus Schaumstoff. Durch Augmented Reality werden die Blöcke zu Operationstisch, Röntgengerät und Narkosewagen. Sie kann sie anfassen, sich daraufsetzen, sich weigern.

Alle anderen schauen zu. Über Projektion und das eigene Smartphone sehen sie den Raum und die digitale Klinik darüber, aus der Perspektive von Voyeuren. In bestimmten Momenten können sie eingreifen und der spielenden Person helfen, oder es lassen.

Der Klang reagiert auf alles: Beatmungsgerät und Herzschlag kommen aus einer bestimmten Richtung im Raum, die Musik verändert sich mit dem, was geschieht.

One person plays. They enter a white room with simple foam blocks. Through augmented reality the blocks become an operating table, an X-ray machine and an anesthesia cart. The player can touch them, sit on them, refuse them.

Everyone else watches. Through projection and their own phones they see the room and the digital clinic laid over it, as voyeurs. At certain moments they can step in and help the player, or not.

The sound responds to everything: the ventilator and the heartbeat come from a specific direction in the room, and the music shifts with what happens.

MitgliederMembers

  • Tymoteusz SchodowskiKünstlerische LeitungDirection
  • Kajetan RachwałSoftwareentwicklung & KISoftware development & AI
  • Orson AbramKomposition & KlangkunstComposition & sound art
  • Offene StelleOpen position3D-Design & Animation3D design & animation
  • Emma MorrisProduktionProduction